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Nürnberg, 19. August 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

sind Sie da?
Also: Sind Sie daheim – oder urlauben Sie schon / noch?
Lesen können Sie diesen Newsletter ja am Strand oder in den Bergen genauso. Auch bei uns sind viele Büros leer, mein Kollege Michael Husarek hat Urlaub, daher bekommen Sie nun dreimal Post von mir (dann gehe ich in Urlaub ;-).

Exklusiv: Eine Frau an der Asylamts-Spitze

Was machen diejenigen, die nicht weg sind? Erst mal Zeitung, klar. Mit weitestgehend sommerlochfreien Inhalten, hoffen wir. Respekt vor unserer Sportredaktion: Was das Team da an spannendem, berührendem Lesestoff rund um Olympia in Rio liefern, das zieht selbst Sportmuffel unter den Lesern ins Blatt hinein. Und ganz nebenbei ist da ja auch noch der bisher alles andere als berauschende Zweitligafußball made in Nürnberg und Fürth. Am Wochenende drohen (anders kann man das kaum sagen) die ersten Spiele im DFB-Pokal... schau mer mal.


Sie soll ab 2017 das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge leiten: Jutta Cordt. - Foto: dpa

Und mitten im spärlichen Sommerloch erfuhr die Reporter-Kollegin Franziska Holzschuh exklusiv, dass mit Jutta Cordt erstmals eine Frau an die Spitze des Nürnberger Asyl-Bundesamts rücken soll – zum Jahresende soll sie dort Frank-Jürgen Weise ablösen, der sich die Arbeit als Doppel-Behörden-Chef beim BAMF und bei der Bundesagentur für Arbeit wohl auch leichter vorgestellt hatte.

Zusammen mit unserem Arbeitsmarkt-Experten Manuel Kugler analysierte Holzschuh, was der Wechsel für beide Behörden bedeutet – und für ihre Beschäftigten. Beide sind da nah dran an Informationen. Gut so für uns – noch besser für unsere Leserinnen und Leser!

 

Frühstücken und an der Zeitung für (über)morgen arbeiten


Debattieren darüber, wie die Zeitung der Zukunft aussehen kann: Frühstücksrunde im Großen Konferenzzimmer der NN-Zentrale. - Foto: Stefan Hippel

Wir machen aber nicht nur Zeitung. Wir arbeiten auch daran, wie denn die Zeitung von morgen aussehen kann – ob gedruckt oder online. Deshalb haben wir einen umfassenden Prozess gestartet: Jede Woche einmal treffen sich nach und nach alle Redakteurinnen und Redakteure zu einem „kreativen Frühstück“ in der NN-Zentrale. Jeweils um die zehn Zeitungsmacher diskutieren da bei Brezen, Hörnchen und Kaffee zwei Stunden lang intensiv darüber, wie wir unser journalistisches Angebot in nicht allzu ferner Zukunft (noch) besser, (noch) ansprechender, (noch) informativer machen können.

Was dabei herauskommt – wir halten Sie auf dem Laufenden. Eine kleine Änderung haben wir schon auf den Weg gebracht: Auf der Seite eins kündigen wir seit einigen Wochen ein zentrales Thema mit einem großen, aussagekräftigen, sprechenden Bild an. Die neue Nürnberger Amtschefin war da diese Woche dabei, die große, sehr subjektive und für Handy-Fans durchaus provokative Geschichte über 20 Jahre Smartphone des Kollegen Hans-Peter Kastenhuber – wir möchten mit diesen Fotos hineinziehen, neugierig machen auf die Inhalte im Inneren des Blattes. Ob uns das gelingt? Das Echo ist weitgehend positiv. Was meinen Sie? Lassen Sie es uns gerne wissen, per Mail (siehe unten).

Medien verändern sich, das ist alles andere als neu. Doch ob Print, ob Digital, es geht uns dabei um guten, um besseren Journalismus, der möglichst viele Leserinnen und Leser erreicht. Und es geht uns dabei wie vielen anderen Medien-Machern, die Neues ausloten. Der Kampf zwischen gedruckter Zeitung und Online-Angeboten – er ist keiner, weil das Ziel beide Male das gleiche sein muss: möglichst gute Inhalte. Trotzdem ist dieses inzwischen auch schon etwas betagte Video (man sieht das an den Laptops und daran, dass Smartphones überwiegend zum Telefonieren(!) benutzt werden) immer noch sehr nett – und ein schönes Plädoyer fürs gedruckte Wort

Wem das gefällt: Das Problem mit neuen Medien ist noch viel, viel älter...

 

Dr. Sommer, Starschnitte und Foto-Romane


60 Jahre "Bravo" - der Nürnberger Zeichner Gymmick gratuliert auf seine ganz eigene Art.

Ein ebenso vielgescholtenes wie vielgelesenes Medium wird 60 - und unser Magazin am Wochenende macht daraus eine ganze Ausgabe im Look der BRAVO. Genau: um dieses Magazin geht es, mit dem jede(r) irgendwann irgendwie in Berührung kam. Um Dr.Sommers Aufklärungstipps, um einen (hier mal ganz besonderen) Starschnitt, um dieses Heft, das Eltern empörte und Teenager heimlich lasen. Wir sind gespannt, wie dieses Extra-Magazin bei Ihnen ankommt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein vergnügliches Wochenende mit geistreicher, anregender Lektüre (zum Beispiel das Porträt unseres Stellvertreters Armin Jelenik, siehe unten) – ob gedruckt oder online...
Ihr Alexander Jungkunz




Porträt: Armin Jelenik

Armin Jelenik (Kürzel: jel), Jahrgang 1970, ist stellvertretender Chefredakteur und stellvertretender Leiter der politischen Redaktion.

Der Blick von NN-Volontärsvater Rainer Krüninger schweift neugierig über die Liste mit den Namen der Jungjournalisten, die an ihrem ersten Tag bei den Nürnberger Nachrichten vor ihm sitzen und die er in den nächsten beiden Jahren zu Redakteuren formen soll. Dann bleibt er stutzend bei meinem Namen hängen. "Sind Sie etwa mit . . ., na mit dieser österreichischen Schriftstellerin verwandt?", fragt der legendäre Journalisten-Ausbilder der NN und hat dabei natürlich die damals noch nicht mit dem Literaturnobelpreis gekrönte, aber bereits skandalerprobte Elfriede Jelinek im Hinterkopf.

"Ja, ist meine Tante", lautet die freche, aber falsche Antwort, die mir durch den Kopf schießt - und die ich mir dann doch verkneife. "Nein, nein", beruhige ich Herrn Krüninger, "die Dame schreibt sich ein wenig anders als ich." Mit der Karriere im Feuilleton wird es nach diesem Auftakt bei den NN im November 1994 zwar nichts mehr - doch spannend ist der Traumberuf Journalist in all den Jahren trotzdem geblieben. Auch ohne die Hilfe der berühmten "Tante".

Gepackt hatte mich der Journalismus schon früher: Ab 1991 durfte ich einmal pro Woche die Nachrichten beim alternativen Nürnberger Radiosender "Radio Z" sprechen, nach einem Jahr wurde ich dann freier Mitarbeiter beim Nürnberger Stadtanzeiger, für den ich vor allem aus dem Süden der Stadt berichtete. Nach dem Abschluss meines Studiums der Sozialarbeit folgte dann das eben erwähnte Volontariat bei den Nürnberger Nachrichten, 1996 die erste Redakteursstelle als Lokalredakteur in unserer Ausgabe Herzogenaurach/Höchstadt. Nach zwei Jahren ging es weiter zum Sonntagsblitz, dem Sonntagsanzeigenblatt der Nürnberger Nachrichten. Und im Jahr 2000 dann in die politische Redaktion, wo sich mein Studium dann in der Gesundheits- und Sozialberichterstattung bezahlt machte.

Seit dieser Zeit bin ich für die NN aber auch immer wieder in vielen Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt unterwegs gewesen. Bosnien, Kosovo, Afghanistan, Sri Lanka nach dem Tsunami, Japan nach dem Reaktor-Unglück von Fukushima und immer wieder Afrika, vor allem Ruanda: Über das Schicksal der Menschen zu berichten, die nicht in den globalen Komfortzonen wohnen, war und ist für mich die wichtigste Antriebskraft meiner journalistischen Arbeit - egal, ob diese Menschen in Deutschland, am Hindukusch oder sonstwo leben.

Daran wird sich sicher auch nichts durch meine neue Aufgabe ändern: Seit 1. Juli bin ich stellvertretender Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten. In dieser Funktion bin ich vor allem für die tägliche Produktion des Blattes am sogenannten Newsdesk verantwortlich - dem Ort in der NN-Zentrale, in dem Tag für Tag die Weichen für eine spannende neue Zeitungs-Ausgabe gestellt werden.

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